BARF Rechner, BARF Plan und BARF Seminare von Buchautorin Nadine Wolf

BARF-Glossar

Kategorie_Glossar_BARFFragezeichen

Sie fragen sich, was all die merkwürdigen Abkürzungen im Zusammenhang mit BARF zu bedeuten haben? Keine Sorge, hier wird alles erklärt. Am Anfang scheinen die vielen Informationen sehr unübersichtlich und erdrückend zu sein und man fragt sich, ob man all das je begreifen wird. Aber keine Sorge, bereits nach kurzer Zeit wirft jeder Barfer mit Begriffen wie RFK oder MiPro um sich und merkt gar nicht mehr, dass der Rest der Welt gar nicht versteht, wovon die Rede ist. Hier finden Sie eine Übersicht über typische BARF-Abkürzungen, die Ihnen – gerade in der Anfangszeit – weiterhelfen wird.

BARF-Begrifflichkeiten

Allergen

Der Begriff Allergen beschreibt Stoffe, die allergieauslösend sind.

Aminosäuren

Unter Aminosäuren, genauer gesagt α-Aminosäuren, versteht man die Bausteine, aus denen Proteine zusammengesetzt sind. In typischen Futtermitteln kommen ca. 20 dieser Aminosäuren vor. Für den Hund sind davon zehn lebens- und zufuhrnotwendig.

anthelminthisch

Unter dem Begriff Helminthen werden Würmer zusammengefasst. Anthelminthisch bedeutet so viel wie wurmwidrig.

Antioxidantien

Unter diesem Begriff versteht man Stoffe, die die Oxidation anderer Substanzen verhindern können. Sie agieren als Radikalfänger und schützen somit vor Zellkernschädigungen. Die bekanntesten Antioxidantien sind die Vitamine C und E sowie Carotinoide und Flavonoide.

Ascophyllum nodosum

Ascophyllum nodosum, auch Kelp oder Knotentang genannt ist eine Braunalge aus dem Nordatlantik. Sie wird bei BARF in der Regel als Jodlieferant eingesetzt, liefert aber noch eine ganze Reihe weiterer Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Die Jodgehalte in der Alge können stark schwanken, weshalb beim Kauf auf einen konstanten Jodgehalt des Produktes geachtet werden sollte. Außerdem ist bei der Dosierung Vorsicht geboten, da Jod überdosiert werden kann. Hunde bis 10 kg bekommen 0,15 g pro Tag (Achtung! Mini-Hunde dürfen nur 0,05 g pro Tag bekommen!), Hunde von 10–25 kg: 0,3 g pro Tag und Hunde über 25 kg: 0,6 g  pro Tag. Man benötigt also eine Feinwaage, um die Mengen abzumessen oder einen Dosierlöffel aus der Apotheke (0,3 g entsprechen 0,5 ml). Wird der Hund gebarft und enthält sonst keine weiteren Jodgaben, so erreicht man mit diesen kleinen Mengen keine Jodüberdosierung. Ascophyllum nodosum zählt bei BARF zu den Zusätzen und sollte – außer bei Hunden mit Schilddrüsenüberfunktion – in jeder BARF-Ration eingesetzt werden.

Avidin

Unter Avidin versteht man eine Substanz, die sich im Eiklar von Eiern befindet. Sie bindet Biotin, sodass es nicht mehr vom Körper aufgenommen werden kann. Avidin ist nicht hitzebeständig und wird durch Kochen zerstört.

BläMa

Die Abkürzung BläMa steht bei BARF für Blättermagen. Dabei handelt es sich um einen der Vormägen von Wiederkäuern, also z. B. Rindern, Schafen, Ziegen. Blättermagen gehört zur Kategorie „Pansen / Blättermagen“. Er weist eine mittlere Eiweißqualität auf, hat ein sehr gutes Ca:P-Verhältnis und liefert vorverdaute Futterreste. Außerdem ist es ein preiswertes Futtermittel. Blättermagen ist nichts für empfindliche Menschennasen: Während Hunde den Geruch lieben, rümpfen Menschen für gewöhnlich angewidert die Nase. Der Anteil an Blättermagen sollten 20 % des tierischen Anteils bzw. 15 % der Gesamtration nicht übersteigen, weil die Eiweißqualität dieses Futtermittels nicht ideal und die Nährstoffdichte nicht hoch genug ist.

Ca/P-Verhältnis

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis beschreibt den Anteil an Calcium in der Nahrung relativ zum Phosphor. Idealerweise liegt dieses Verhältnis zwischen 1,3–2:1, d. h. es befindet sich 1,3- bis 2-mal so viel Calcium im Futter wie Phosphor. Noch vor einigen Jahren galt die genaue Einhaltung dieser Relationen als ausgesprochen wichtig. Heute weiß man, dass es hauptsächlich darauf ankommt, ausreichend Calcium zuzuführen. Dennoch sollte nicht mehr Phosphor als Calcium in der Ration vorhanden sein.

Chlorella

Bei Chlorella handelt es sich  um eine Süßwasseralge, die aufgrund ihres hohen Gehaltes an Chlorophyll eine tiefgrüne Farbe aufweist. Diese Alge enthält große Mengen an sekundären Pflanzenstoffen. Sie wird bei BARF zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt, sollte jedoch mit Bedacht dosiert werden, weil sie bei Tieren Übelkeit verursachen kann. Eine zwingende Fütterung von Chlorella ist nicht notwendig.

HüFlü

Die Abkürzung HüFlü steht bei BARF für Hühnerflügel. Diese zählen zu RFK.

HüMä

Die Abkürzung HüMä steht bei BARF für Hühnermägen. Diese zählen zum Muskelfleisch.

MSM

Die Abkürzung MSM steht für Methylsulfonylmethan. Dabei handelt es sich um eine Schwefelverbindung. MSM wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, z. B. bei Gelenkerkrankungen, Entzündungen, Magen-/Darmbeschwerden oder Wurmbefall. MSM ist kein essentieller Bestandteill einer BARF-Ration und wird nur dann eingesetzt, wenn ein entsprechendes Krankheitsbild vorliegt. MSM zählt zu den Zusätzen.

RFK

RFK steht für „rohe, fleischige Knochen“, bei BARF dienen diese Knochen hauptsächlich der Calcium- und Phosphorversorgung des Hundes und sind ein essentieller Bestandteil einer BARF-Ration. Je härter RFK sind, desto höher ist der Anteil an Mineralien. Außerdem unterstützen sie den Zahnpflegeeffekt und bieten dem Hund auch einen gewissen Kauspaß. RFK sollten nicht gekocht verfüttert werden, weil sie sonst splittern können. Knochen von älteren Schlachttieren oder Röhrenknochen neigen auch zum Splittern, weswegen man diese aus Sicherheitsgründen meiden sollte. Typische RFK sind: Hühnerhälse, Hüherkarkassen, Hühnerflügel, Putenhälse, Lammrippen, Kalbsbrustbein, Kalbsrippen, Rinderbrustbein oder Wildrippen. Der Anteil an RFK sollte 15–20 % des tierischen Anteils bzw. 10–15 % der Gesamtration nicht übersteigen, weil es sonst zu Knochenkot oder einer Überversorgung mit Calcium und Phosophor kommen kann, die dann sekundäre Nährstoffmängel (z. B. Magnesiummangel) nach sich ziehen kann.

MiPro

Die Abkürzung MiPro steht bei Barfern für Milchprodukte. Darunter fallen neben Milch natürlich auch Käse, Quark, Joghurt, Kefir, Frischkäse, Hüttenkäse, Buttermilch etc. Da die meisten erwachsenen Hunde aufgrund der in Milchprodukten enthaltenen Laktose nur geringe Mengen an MiPro vertragen, sollte der Anteil maximal 5 % des tierischen Anteils betragen. Sauermilchprodukte werden in der Regel besser vertragen. Vorsicht ist bei Allergiker geboten: Viele Tiere reagieren auf Milchprodukte allergisch.

HüHä

Die Abkürzung HüHä steht bei BARF für Hühnerhälse. Diese zählen zu den RFK.
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Sie bekommen keinen Futterplan von der Stange und auch keine praxisfernen Umsetzungsvorschläge. Jede Rationsgestaltung erfolgt individuell nach ihren Bedürfnissen. ×
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